Eine gute Zeit

Ein Blick aus der Rollenperspektive.

Führungskraft, Mutter, Partner, gute Freundin, Tochter, Handballspieler, Mitarbeiter, Musikliebhaber, Bruder, Tänzerin, Koch, Reisender, Literaturfan, Opa….

 

Ein paar davon könnten mich beschreiben – oder Sie.

 

Welche dieser Worte passen auf Ihr Leben?

Welche Rollen lassen sich da finden?

 

Im letzten Artikel haben wir uns ein wenig mit der Zusammensetzung von Rollen beschäftigt und anhand des Beispiels der Rolle der Führungskraft näher betrachtet, wie die so aufgebaut sind (individueller Kern und kollektive Prägung).

Heute würde ich gerne mit Ihnen einen Schritt weiter gehen.

Denn Sie sind ja wahrscheinlich nicht nur Führungskraft, oder?

Oder nur Vater?

Und können all Ihre Energie auf die Ausübung dieser Rolle verwenden.

 

Nein.

 

Wahrscheinlich ist es eher so, dass Sie in Ihrem Leben sehr viele unterschiedliche Rollen einnehmen. Dass Sie über ein Set an Rollen verfügen, die Sie in unterschiedlichen Situationen einnehmen.

 

 

Auch verändern sich diese Sets an Rollen über das Leben hinweg, manche Rollen fallen weg…was schmerzhaft sein kann.

Manche tragen wir wie ein altes Kleid mit uns rum, obwohl sie längst nicht mehr passen.

Manche kennen wir noch nicht richtig und müssen sie erst mit Inhalt füllen lernen….

Dazu in den nächsten Artikeln mehr!

 

Aber was lässt sich aus dem Wissen darum, dass wir unsere Zeit mit dem Einnehmen von unterschiedlichen Rollen füllen, ableiten?

Was bringt uns das?

 

#Zu viel

 

Sie eilen umher. Hetzen von einer Besprechung zum Kindergarten, gehen noch schnell einkaufen, zaubern ein Abendessen, bevor Sie zum Sport gehen und noch auf dem Weg mit Max telefonieren, weil Sie sich ja schon so lange nicht gehört haben. Nach dem Sport sehen Sie, dass Ihre Mutter verzweifelt versucht hat, Sie anzurufen und dann gehen Sie nach Hause und setzen sich zu Ihrem Partner aufs Sofa…

 

So oder so ähnlich schon mal erlebt?

 

Und genau an dieser Stelle kommen die Sets an Rollen ins Spiel.

Dieser erlebte Stress ist der Indikator dafür, dass unser Set zu voll ist. Dass wir mehr Karten in der Hand halten, als wir spielen können.

Hier lohnt es sich, einen detaillierteren Blick drauf zu werfen und sich anzuschauen, mit welchen Rollen ich eigentlich unterwegs bin, wie viel Zeit diese „fressen“ und von welchen ich mich (vielleicht auch nur temporär) trennen möchte.

 

#zu wenig

 

Ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich Zeit vertrödele, dass ich nichts mit mir anzufangen weiß, dass ich mich traurig und allein fühle. Kann mich auch nicht mehr wirklich für Dinge begeistern und Minuten fühlen sich wie Stunden und Stunden wie eine Ewigkeit an.

 

Eine komplett andere Situation, die aber durchaus auch sehr häufig auftritt,  ist das soeben beschriebene Bild. Auch hier kann das Set an Rollen, mit dem wir unterwegs sind Aufschluss geben und uns zeigen, dass wir vielleicht aktuell nicht genügend Rollen im Leben haben. Es kann sein, dass wir Rollen vernachlässigt haben, oder dass aufgrund von Lebensereignissen Rollen weggefallen sind, die wir eigentlich noch sehr gerne in unserem Leben hatten. Oder wir haben schlichtweg verpasst, mit der Zeit neue Rollen für uns zu suchen und uns anzueignen.

 

#nicht die passenden

 

Es kann aber durchaus auch der Fall sein, dass die Quantität unseres Rollen-Sets völlig passend ist.

Alles fein und machbar.

Dennoch mag es Phasen geben, in denen wir trotz angemessener Rollenauslastung eine Sinnlosigkeit verspüren.

Es stresst uns nicht und gelangweilt sind wir auch nicht.

 

Aber was stimmt hier denn nicht?

 

Hier kann die Problematik schlichtweg an der Qualität liegen. Wir haben nicht die passenden Rollen. Wir sind die falsche Besetzung für dieses Theaterstück. Oder wir inszenieren mit unseren Rollen, das Stück eines Anderen.

Beides muss sich ja völlig sinnlos anfühlen und wie eine Verschwendung von Zeit.

 

Also los: Schauen Sie doch mal auf Ihr Set.

Mit wie vielen und mit welchen Rollen sind Sie gerade unterwegs?

 

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