Was ist dran an den Glaubenssätzen?                                                  Woher kommen sie?

Teil 1:

 

„Ich bin nicht liebenswert“,

„Ich kann das einfach nicht“,

„Ich brauche immer länger als die anderen“,

„Ich bin einfach kompliziert“…

 

Die Liste der Aussagen ließe sich wahrscheinlich endlos weiterführen und ich denke, jeder von uns könnte unterschiedliche Schattierungen ein und desselben Tenors beisteuern.

Ich denke aber, dass die Message klar ist.

Hier geht es um Glaubenssätze.

 

Sätze, die uns meist ein Leben lang begleiten.

Sätze, die unser Leben diktieren.

Sätze, die uns leider auch viel zu häufig blockieren.

 

Aber was ist dran an diesen Sätzen?

 

Komm, ich nehm Dich mit auf eine Reise…

  1. die uns erst mal in die Vergangenheit führen wird…
  2. um dann einen Abstecher in einem Kreislauf des Herrschers der Unterwelt zu machen …
  3. und dann hoffentlich am Ende bei Pippi Langstrumpfs: „ich mach mir die Welt…“ zu landen….

 

Woher kommen diese blöden Überzeugungen?

 

Lass uns mal ein Experiment ansehen (Variation des Noncontingent Reward Experiments von John Wright):

Die Versuchspersonen bekommen eine Reihe von jeweils drei Früchten zu sehen und dazu die Aufgabe, zu entscheiden, ob die Fruchtreihe richtig oder falsch sei. Fünfzehn Minuten und etliche Fruchttrios später, steigt die Versuchsgruppe in wilde Diskussionen ein. Es werden Theorien aufgestellt und Algorithmen entwickelt...

Es klingt alles vielversprechend und interessant, aber leider gibt es keine Regel, der die Auswahl der Früchte zugrunde liegt. Die Anordnung und Auswahl entsprach dem reinen Zufall.

 

Das interessante an diesem Experiment ist, dass es verdeutlicht, wie wir im Gewirr des Lebens danach suchen, der ganzen Komplexität und dem Geschehen einen Sinn zu geben. Es ist uns danach, Kausalketten zu bilden, Dinge zu erklären, da sie die Welt einfacher machen, ein Geländer bilden, an dem wir Halt finden.

 

Zunächst zumindest.

 

Genauso geht es uns mit unseren Glaubenssätzen.

 

 

Auf geht’s….back into the past.

In unserer Kindheit beginnt es, dass wir - wie ein weißes Blatt - die Welt zunächst betrachten und beobachten. Durch Erziehung und Erfahrungen, die wir machen, entwickeln wir derartige “Erklärungsmuster“.

Wir bilden Glaubenssätze.  

Diese können durch uns selbst, unsere Eltern, Bezugspersonen, Trainer und Lehrer aus­ge­sprochen, wiederholt und damit tief in unser Innerstes eingebrannt werden. Meist ist es ein solcher Ausspruch, der in Kombination mit einer gemachten Erfahrung, das Versagen oder den Erfolg erklärbar macht. Komme ich zum Beispiel wieder mit einer Fünf nach Hause und dies wird mit den Worten „du bist zu dumm“ quittiert, kann dieser Satz haften bleiben. Fortan wirkt er als Erklärung, wenn wieder etwas nicht funktioniert oder genauso als Bremse, sich gar nicht erst an herausfordernde Aufgaben zu wagen.

Natürlich gilt dies genauso für positive Affirmationen, die uns in unseren Erfolgen bestärken, die Selbstvertrauen verschaffen und uns sicherer machen.

Leider ist es aber so, dass negative Erfahrungen einen stärkeren Stempel hinterlassen, als positive.

Der eine Hund, der uns als wir fünf waren gebissen hat, wird stärker erinnert, als all die treuen und kuscheligen Hunde, die wir kennengelernt haben. Der eine vernichtende Satz des Lehrers vor der ganzen Klasse, hallt noch immer in unseren Ohren. Während all die lobenden Worte für Hausaufgaben oder Wortbeiträge fast vergessen sind.

 

P.S.: Ich möchte an dieser Stelle deutlich machen, dass es mir nicht darum geht, Verantwortung bei Erziehungspersonen zu parken!

Verantwortung für das, was wir glauben, tragen wir selber. Wir sind frei zu glauben, zu hinterfragen und uns zu lösen – mit dem Wissen, dass die Bezugspersonen zu dem jeweiligen Zeitpunkt mit dem wie und was war, auch nach bestem Wissen und Möglichem gehandelt haben.

Ja…das war die erste Etappe der Reise.                                                                                                       Dort beginnt sie, die Geschichte der Glaubenssätze.                                                                                    Nächste Woche geht es dann auf den zweiten Teil des Trips und wir erfahren, wie diese Glaubenssätze uns ankern und verankern,                                                                                               wie sie uns leiten und verleiten.

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