Bildquelle: Samatha Sophia/ unsplash

durch das richtige Level an Herausforderung motivieren.

Die Balance zwischen Langeweile und Überforderung.

 

Sie sind im Gespräch mit Ihrem Mitarbeiter und informieren ihn über ein neues Projekt, welches er künftig übernehmen soll. Im Vorfeld waren Sie sich sicher, dass er die Aufgabe spannend finden würde. Nun müssen Sie im Gespräch feststellen, dass Ihr Mitarbeiter anscheinend Ihre Begeisterung für die anstehende Aufgabe nicht teilt.

 

Einem anderen Mitarbeiter übertragen Sie zum wiederholten Male eine sehr einfache Aufgabe und haben vorher schon ein schlechtes Gewissen, da Sie aktuell wieder nicht mit etwas Interessantem aufwarten können. Der Mitarbeiter nimmt es aber völlig gleichgültig hin und widmet sich mit der gleichen Motivation wie sonst dem Arbeits­packet.

 

Aber woran liegt das?

Welche Aufgaben motivieren?

Wie haben Sie Ihr Team am besten im Blick, um durch geschickte Aufgabenverteilung die Motivation zu steigern?

 

Lassen Sie uns zunächst die Schwierigkeit einer Aufgabe hinsichtlich der Dimensionen, Erfolgsaussichten und Erfolgsanreiz betrachten, denn diese spielen eine sehr wichtige Rolle in der Entstehung von Motivation.

 

Wie sind die Erfolgsaussichten?

 

„Das schaffe ich doch sowieso nicht“.

 

Entsteht dieser Impuls bei der Konfrontation mit der anstehenden Aufgabe, ist es unschwer, sich vorzustellen, dass die Motivation, sich mit vollem Herzblut dieser Tätigkeit zu widmen eher gering ausfallen wird.

Vielleicht ist es Ihnen persönlich schon einmal so ergangen, dass Sie vor einer Aufgabe gestanden haben und weder wussten wo noch wie Sie diese angehen sollten. Zusätzlich schlich das Gefühl in Ihnen hoch, dass jede Anstrengung verschwendete Liebesmüh gewesen wäre, da Sie sich nahezu 100%ig sicher waren, dass Sie die Aufgabe nicht bewältigen würden.

Sprich: bei Erfolgsaussichten, die sich gen Null annähern, verspüren wir Überforderung, die eigene Unzulänglichkeit und damit eine geringe Motivation, uns mit der Aufgabe auseinanderzusetzen.

 

„Das mache ich mit links.“

 

Hier sehen wir das andere Extrem. Eine sehr hohe Gewissheit, die vor uns liegende Aufgabe zu unserer Zufriedenheit zu lösen. Eine sehr eindeutige Sache also.

Was glauben Sie, welche Auswirkungen das auf unseren motivationalen Zustand haben wird?

Natürlich wird es uns motivieren, das Glücksgefühl eines Erfolges zu erleben.

Aber…

 

 

Wie reizvoll ist das Ergebnis?

 

„Die Aufgabe ist aber wirklich sehr kompliziert“.

 

Ja, schauen wir nicht aus der Perspektive der Wahrscheinlichkeit eine Aufgabe erfolgreich zu meistern, sondern aus dem Blickwinkel wie attraktiv das Ergebnis für uns ist. Und hiermit sei zunächst einmal nicht das Ergebnis aus Sicht der Konsequenzen oder des entstandenen Produktes gemeint.

Hier geht es lediglich um das Gefühl, etwas geschafft zu haben, das schwierig war.

Vielleicht erinnern Sie sich selbst an einen Moment in Ihrer Laufbahn, in dem Sie mit einer Aufgabe konfrontiert wurden, bei der Sie den Eindruck hatten, dass Sie so etwas oder etwas vergleichbares noch nicht gemacht hatten, dass Ihnen die Aufgabe nicht nur neu, sondern auch sehr herausfordernd, kompliziert oder schwierig erschienen ist und dass Sie sich keineswegs sicher waren, diese zum Erfolg zu Ende zu führen.

Als es dann aber schlussendlich doch funktioniert hat, haben Sie sich deutlich mehr gefreut. Die Freude über diesen Erfolg wiegt nämlich ungleich mehr, als die Freude, über eine gelungene einfache Aufgabe.  

 

 

„Das ist ja eine reine Routinetätigkeit“.

 

Zwar wissen wir von vorneherein, dass wir dieser Aufgabe gewachsen sein werden. Jedoch ist es fraglich, ob uns oder dem Mitarbeiter, der diese Aufgabe übertragen bekommt, tatsächlich mit Abschluss dieser Tätigkeit das jubilierende Glücksgefühl ereilen wird.

Wohl eher nicht… es wird sich nicht wirklich als Motivationsschub beweisen. Denn die Aufgabe verspricht eher Langeweile.

Wir erfahren bei der Auseinandersetzung mit dieser Aufgabe weder etwas neues über uns selber: „sind wir in der Lage dieses Thema zu bewältigen?“ noch erwerben wir neue Kompetenzen.

 

Also: Was in der Tat spannend ist, ist die Herausforderung. Eine Aufgabe, die anspruchsvoller ist, als das, was ich mit Sicherheit schaffen kann. Ich weiß eingangs nicht, ob ich sie werde lösen können. Aber es ist auch nicht komplett unwahrscheinlich, dass es mir gelingen kann. (Risiko-Wahl-Modell nach Attkinson)

 

Und nun besteht für Sie als Führungskraft die größte Herausforderung darin:

zu eruieren, was genau als schwer und was als leicht für jeden einzelnen Ihrer Mitarbeiter erlebt wird, um den richtigen Mix an Aufgaben für ein motiviertes Arbeiten zu kreieren.

Was ist für wen Herausfordernd?

 

Lesen Sie in der Fortsetzung, genaueres über das "WEN" und wie der Personenfaktor zusätzlich mit rein spielt.

 

 

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