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Motivationstypen – was motiviert wen?

Ihr Mitarbeiter blüht völlig auf, als Sie ihm die Aufgabe übertragen, gemeinsam mit einem kleinen Team eine Aufgabe zu bewältigen. Er dreht richtig auf, bringt ständig neue Ideen ein und Sie erkennen ihn gar nicht wieder.

 

Eine andere läuft zu Höchstleistungen auf, wenn es darum geht, etwas zu bearbeiten, was sie zuvor noch nie gemacht hat.  Sie fuchst sich in die Aufgabe rein und manchmal gewinnen Sie sogar den Eindruck, dass sie sich völlig in der Zeit verliert.

 

Dass Menschen unterschiedlich sind, braucht uns keiner zu sagen.

Dass jeder anders „tickt“,  ist klar.

Aber wie genau ist anders?

Geht es nicht jedem darum, Erfolge zu erzielen?

Im Weitesten Sinne ja.

Nur heruntergebrochen sind die Erfolge nicht immer nur auf Leistung zu beziehen. Sondern Erfolge können auch in der Zusammenarbeit definiert sein oder in dem Erlangen von Macht liegen.

 

 

Nachdem wir im letzten Artikel näher auf den Aspekt der Herausforderung von Aufgaben geschaut haben, lassen Sie uns doch heute mal auf den Faktor Person schauen und drei unterschiedliche Motive näher betrachten (McClelland).

 

Was motiviert wen?

 

Fokus Leistung

 

Bei dem Aspekt der Leistung, differenzieren wir nochmal zwischen zwei verschiedenen Ausrichtungen:

·Besser als Gestern

 

Mit Sicherheit kennen Sie auch die Personen, die sich beständig auf die Suche nach neuen Heraus­forderungen begeben, die beständig danach streben, ihre eigenen Leistungen vom Vortag zu übertreffen.

Für diese Personen ist es das Größte, Aufgaben zu bekommen, bei denen Sie nicht genau wissen, ob sie in der Lage sind, diese zu bewältigen. Aber genau das motiviert diese Menschen – eben diese Tatsache, dass sie sich ausstrecken müssen, um ihr Ziel zu erreichen.

Ungleich größer ist der Belohnungswert dann, wenn sie die Aufgabe gemeistert haben.

Ihnen wird schnell langweilig, sie suchen nach Weiterentwicklung und Neuem.

Sollte es mal nicht gelingen, eine Aufgabe zu bewältigen, wissen diese Typen genau: Sie haben sich nur nicht genug angestrengt. Aber wenn sie eine Schippe mehr Energie und Muße drauflegen, dann wird ihnen die Aufgabe gelingen.

Deshalb motivieren Sie diese Personen am besten, wenn Sie ihnen herausfordernde Aufgaben, die leicht über dem Anspruchsniveau liegen, übertragen.

 

·Nur nicht versagen

 

Haben Sie ein Bild vor Augen?

Ja, das ist die innere Stimme einer Person, die den Fokus zwar auch auf Leistung legt, aber eher mit der Ausrichtung von Furcht vor Misserfolg.

Das bedeutet, dass es hier sehr wichtig ist, keine Niederlagen einzustreichen.

Denn das Misslingen bei übertragenen Aufgaben wird in diesem Fall nicht mal eben auf die leichte Schulter genommen. Es hinterlässt vielmehr einen großen Kratzer im Selbstwertgefühl.

Vor diesem Hintergrund wählen die Personen die über eine derartige Motivstruktur verfügen von sich selbst aus eher sehr einfache Aufgaben – die schaffen sie auf jeden Fall und das Risiko für einen Misserfolg wird minimiert.

Oder sie wählen extrem schwierige Aufgaben – denn hier wissen sie von vorneherein, dass sie die Aufgabe nicht schaffen konnten und auch niemand anderes die Aufgabe hätte bewältigen können.

Also ist der Selbstwert gesichert.

Da es aber im Arbeitsalltag darum geht, eher erfolgreich Aufgaben zu bewältigen und die Mitarbeiter langfristig zu motivieren, empfiehlt es sich hier, eher einfache und schaffbare Aufgaben zu übertragen.

Mit einer Entwicklungsperspektive ist es sinnvoll langsam das Anforderungsniveau zu steigern, aber niemals so stark, dass das Gefühl des „Nichtschaffens“ eintritt, denn das wird in diesem Fall zu einer Blockade führen, die die Motivation gen Null schicken wird.

 

 

Auf das Miteinander kommt es an

 

Am liebsten im Team, am besten mit Anderen, am meisten Spaß machen der Austausch und die Synergie.

 

Ja, auch diesen Typ Mitarbeiter kennen Sie mit Sicherheit. Hier geht es vorrangig darum, Dinge nicht alleine zu bearbeiten. Diese Personen sind unglaublich stark darin, sich im Team abzustimmen, Informationen weiterzutragen, Ideen gemeinsam zu spinnen und dabei auch andere zu motivieren und mitzureißen.

Diese Personen sind ideal im Kontakt mit neuen Menschen. Ganz nach dem Motto „Unbekannte zu Freunden machen“, gehen Sie aktiv auf andere zu. Sie fühlen sich sicher im Kontakt und es gelingt ihnen sehr gut, Brücken zu bauen.

Idealerweise übertragen Sie genau diesen Personen Teamaufgaben oder Aufgaben, bei denen es um das Netzwerken und Herstellen von Kontakten geht.

 

 

Only power counts

 

Ein dritter Motivationstyp ist der der Machtorientierung.

Hier geht es darum, Einfluss auf andere auszuüben. Aber nicht nur die Einflussnahme steht im Fokus, sondern auch Situationen, in denen es möglich erscheint, Prestige und Ansehen zu erreichen, sind diesen Personen lieb.

Beispielsweise eine Präsentation vor wichtigen Mitgliedern des Unternehmens zu halten, würde diese Mitarbeiter sehr motivieren und zu Bestleistungen anregen.

Hier gilt es, diese motivationsbringenden Situationen zu identifizieren und zu nutzen, aber gleichermaßen mit anderen Aufgaben zu verknüpfen, damit nicht immer nur die Machtmotivierten „auf der Bühne stehen“.

 

Und nun kommt die nächste Herausforderung auf Sie zu:

Wie schnüren Sie entlang der Motivationstypen die optimalen Arbeitspakete für Ihr Team?

 

 

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