KONFLIKT
KLÄRUNGEN
Anlässe für Konfliktklärungen
Die Zusammenarbeit stockt, ständig führen kleinere Spitzen oder sarkastische Bemerkungen zu einer angespannten Atmosphäre im Team. Es kann aber durchaus auch sein, dass der Konflikt schon weitere Eskalationsstufen erreicht hat und das Team sich in zwei Lager spaltet. All dies behindert die produktive Zusammenarbeit bedeutend, da die mentale Kapazität bei den Konfliktthemen liegt und die Belastung für den Einzelnen groß ist. Auch ist der Kommunikationsfluss gehemmt und die Arbeitseinstellung ist statt auf Kooperation auf Konfrontation oder Vermeidung ausgerichtet. Die Anlässe für die Aufnahme einer Konfliktklärung sind vielfälltig. Untenstehend finden Sie eine Übersicht über mögliche Anzeichen für vedeckte oder offen ausgetragene Konflikte.

Blockaden
- Entscheidungen werden hinausgezögert und immer wieder neu hinterfragt
- ständig neue Gründe werden vorgeschoben, warum etwas nicht umgesetzt oder mit jemandem nicht zusammengearbeitet werden kann

Anfeindungen
- offene negative Kommentare
- verdeckte Spitzen
- passiv aggressive Sprache
- Sarkasmus und Zynismus

Veränderte Gruppendynamik
- Gerüchte
- Reden über Dritte
- Mobbing

Rückzug
- Mauer des Schweigens
- aus dem Weg gehen
- verstecken hinter schriftlicher Kommunikation
- bis hin zu Krankheit
Kommt Ihnen das bekannt vor?
Grundhaltung & Rahmen für die Klärung
Der Prozess der Konfliktklärung braucht einige Rahmenbedingungen sowie eine klare Haltung der Klärungshelferin, damit sich alle Beteiligten gut darauf einlassen können und damit er im Anschluss auch Früchte tragen kann.
Grund-vorraussetzung auf Seite der Teilnehmenden
- Freiwilligkeit der Teilnahme an dem Konfliktklärungsprozess
- Akzeptanz der Klärungshelferin
- Bereitschaft zur offenen Kommunikation, dazu sich zu "hinterfragen" und sich von Vorbedingungen zu lösen

Klärungsprozess
Der Prozess einer Klärung ist klar definiert in sieben aufeinander aufbauenden Stufen. Zum Einstieg steht eine anfängliche Auftragsklärung, bei der vereinbart wird, was genau das Anliegen und der Auftrag für den Klärenden sind. Daran schließt sich mit der Anfangsphase der eigentliche Beginn des Klärungsprozesses an. Hier geht es darum Rahmenbedingungen, Rollen und Prozesse zu klären. Anschließend bekommen beide Parteien nacheinander in gegenseitiger Anwesenheit Raum, die eigenen Sichtweise und den Konfliktverlauf zu schildern. Einen großen Baustein bildet anschließend die Phase des Dialogs, in der der Klärungshelfer durch Methoden und Techniken unterstützt, den Konfliktdialog zu führen, Gefühle, Bedürfnisse, Wünsche und Befürchtungen hinter den vordergründigen Positionen herauszuarbeiten. Auch geht es hier darum, einen Perspektivwechsel zu ermöglichen. Danach beginnt die Suche nach Lösungen und Kompromissen, die dann in Form von Vereinbarungen in der abschließenden Phase festgehalten werden. Zuallerletzt sollte eine Nachsorge nicht vernachlässigt werden, um auch langfristig eine gute Zusammenarbeit sicherzustellen und zu überprüfen, ob die getroffenen Vereinbarungen sinnvoll umgesetzt werden konnten, oder ob es noch Anpassungsbedarf gibt.







